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Konzeption zur Schulsozialarbeit an der Grund- und Oberschule "Maxim Gorki" Bad Saarow 2012-2014

1. Grundsätzliches:
Um eine klare Trennung von Schulsozialarbeit und dem "System Schule" zu erreichen, ist die Schulsozialarbeit bei einem von der Schule unabhängigen Träger (Kulturverein Nord e.V. Fürstenwalde) angesiedelt. Probleme von Schülern und Lehrern in der Schule können nicht nur mit schulischen Mitteln gelöst werden. Es gibt zur Unterstützung der Schule im Bedarfsfall ein ganzes Netz an Hilfen: Die Schulsozialsozialarbeit an unserer Schule vermittelt diese Hilfe und unterstützt dabei, wie z.B. Beratungsstellen der Schulverwaltung, freie und kommunale Beratungsstellen für Eltern, Kinder und Jugendliche. Hilfen nach dem SGB VIII, die in Zusammenarbeit mit den Jugendämtern ermöglicht werden. Hilfen durch Kooperationen mit den Beratungsstellen, Jugendpflegern und Jugendclubs und den Vereinen. Grundlage der Schulsozialarbeit bilden die "Qualitätsstandards für die Arbeit der Fachkräfte in der Kinder- und Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit im Landkreis Oder Spree".
Dabei stehen an unserer Schule die Handlungsfelder:
"Offene Gruppenarbeit" und "Sozialpädagogisch orientierte Gruppenarbeit" als Schwerpunkte.
Weitere wesentliche Grundlage der Schulsozialarbeit bildet die neu erarbeitete "Sozialraumkonzeption des Fachkräfteteams der Kinder und Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit des Amtes Scharmützelsee".

2. Zielsetzung der Schulsozialarbeit
Nach § 13 SGB VII sollen "jungen Menschen, die zum Ausgleich sozialer Benachteiligung oder zur Überwindung individueller Beeinträchtigungen in erhöhtem Ma├če auf Unterstützung angewiesen sind, im Rahmen der Jugendhilfe sozialpädagogische Hilfen angeboten werden, die ihre schulischen und berufliche Ausbildung, Eingliederung in die Arbeitswelt und ihre soziale Integration fördern." Schulsozialarbeit verfolgt bei uns im Wesentlichen drei Zielsetzungen:
Sie soll sich gezielt um Jugendliche kümmern, die in ihrer persönlichen Entwicklung gefährdet, sozial ausgegrenzt und benachteiligt sind. Über unterschiedliche Hilfen sollen diesen Jugendlichen neue Chancen eröffnet werden und spezifische Probleme gelöst werden. In Krisen sollen mit Lehrern und Schülern gemeinsame Lösungen gefunden werde, auch unter Einbeziehung der Eltern oder weiteren Beteiligten. Schulsozialarbeit soll darüber hinaus auch einen Beitrag zur Gestaltung der Schule als Lebensraum und ihrer Öffnung ins Gemeinwesen leisten. Dazu gehören: Projekte in Kooperation von Schule und Jugendarbeit, Angebote zur Förderung von sozialer Kompetenz zu Institutionen und Vereinen außerhalb der der Schule.
Grundsätzlich soll Schulsozialarbeit innerhalb des Systems Schule sozialpädagogische Methoden und Kompetenzen vermitteln, diese zur Lösung von Problemen einsetzen und an Lehrer weitergeben.
Ausgehend von diesen drei Zielsetzungen sehen wir im Einzelnen:
Schulsozialarbeit als präventive Hilfe:
Ein frühzeitiges Erkennen von Problemen aus ganzheitlicher Sicht ermöglicht rechtzeitige Hilfe bevor sich die Entwicklung und Konflikte verfestigt haben. Diese Wirkung wird erst langfristig zu spüren sein. Schulsozialarbeit bezieht schon frühzeitig das Umfeld der Schüler mit ein und verteilt Hilfe und Erziehung auf mehrere Schultern. Schulsozialarbeit hilft Lehrern, selbstbewusster mit Problemen und Konflikten umzugehen, so dass eine Eskalation vermieden werden kann. Durch Freizeitangebote innerhalb der Schule erhalten vor allem benachteiligte Jugendliche eine Möglichkeit der sinnvollen Freizeitbeschäftigung. Durch diese Angebote erhöht sich die Akzeptanz der Schule und Freizeitangebote bieten adäquate Lernfelder von sozialer Kompetenz, vor allem dann, wenn sie sozialpädagogisch begleitet werden. Da wir sehr viel Fahrschüler haben, gilt es hier besonders gut zu planen und alle Ressourcen des Sozialraumes auszunutzen.
Schulsozialarbeit als Handlungshilfe für Lehrer und Schüler im Konflikt:
Die Probleme an der Schule werden durch das Erschließen neuer Handlungskompetenzen bei Schülern und Lehrer minimiert. Schulsozialarbeit als Mittler im Konflikt reduziert Häufigkeit und Intensität von Eskalation. Die Moderation eines Konfliktes über eine längere Zeitphase hinweg ermöglicht eine optimale Lösung. Sozialpädagogische Methodik bietet Chancen der strukturellen Veränderung in der Schule, indem die Schule als Lebensfeld und nicht nur als Lernort gesehen wird und ermöglicht dadurch eine andere Einbindung und Akzeptanz der Schule insgesamt bei den Schülern.
Schulsozialarbeit als Hilfe zur Problemlösung:
Frühzeitige Intervention bei Problemen und Konflikten sowie rechtzeitige Beteiligung aller Betroffenen vermeiden chronische Probleme. Durch gezielte Hilfeplanung, Vermittlung und Beratung, aber auch durch die Entwicklung von Konzeptionen zur langfristigen Lösung der Probleme des Gesamtsystems Familie wird eine nachhaltige Veränderung möglich. Schulsozialarbeit fördert frühzeitig eine intensive Zusammenarbeit der Familie mit den Jugendämtern und anderen Hilfsinstitutionen. Schulsozialarbeit fördert die soziale Kompetenz und Kommunikationsfähigkeit bei Schülern und Lehrern, damit Gewalt, Sachbeschädigungen und kriminelle Gefährdung von Kinder und Jugendlichen sowie Ausgrenzung und Überforderung verhindert werden können.